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Studienfahrten der zehnten Klassen

von Carolin Feuerer und Max Baumgartner

Politik und Kultur standen im Mittelpunkt der Studienfahrten der 10. Klassen nach Berlin und Hamburg. Dass dabei Spaß nicht zu kurz kommen durfte, versteht sich von selbst. Am Ende hatte sich jedenfalls herausgestellt: Sowohl Berlin als auch Hamburg waren unbedingt eine Reise wert!

Die Klasse 10 C hatte sich als Ziel der Abschlussfahrt Berlin auserkoren. Am frühen Morgen um 6.00 Uhr starteten 25 Schülerinnen und Schüler begleitet von den Lehrkräften Max Baumgartner und Inge Huber an der Schule. Als erste Etappe wurde die Hauptstadt von Sachsen, Dresden, anvisiert, das man am frühen Nachmittag erreichte. Bei einem kurzen Stadtrundgang durch den historischen Teil der Landeshauptstadt wurden die wichtigsten Sehenswürdigkeiten wie die Frauenkirche und die Semperoper besichtigt.


Anschließend ging es weiter Richtung Bundeshauptstadt. Auf dem Weg vom Stadtrand bis zum Hotel am Senefelderplatz gewannen die Schülerinnen und Schüler erste Eindrücke, wie groß und aufregend die Stadt ist. Nachdem die Zimmer bezogen worden waren, machten sich die ersten in Kleingruppen auf, die nähere Umgebung zu erkunden.
Die Klasse 10 c vor dem Brandenburger Tor Die Klasse 10 c vor dem Brandenburger Tor
Besonders angetan waren die Schüler am nächsten Tag vom Stadtführer, „einem richtiger Berliner“, der seine Ausführungen mit der einen oder anderen Anekdote würzte. Kreuz und quer ging es durch Ost- und Westberlin, zur „Eastside Gallery“, einem künstlerisch umgestalteten Bereich der Berliner Mauer, zum Brandenburger Tor, dem Reichstag und Bundeskanzleramt, durch Kreuzberg und Friedrichshain. Nach einer kurzen Mittagspause besuchten alle zusammen mit VIP-Tickets zwei der Museen auf der Museumsinsel. Im Pergamonmuseum bewunderten alle die Prozessionsstraße von Babylon, im Neuen Museum stattete man Nofretete einen Besuch ab. Am späten Nachmittag stand das ehemalige Stasigefängnis Hohenschönhausen auf dem Programm. Dieses wurde von den Schülerinnen und Schülern als „sehr interessant“, aber zugleich auch „sehr bedrückend“ empfunden. Den Tag beschloss ein gemeinsamer Besuch einer Pizzeria am Alexanderplatz.

Am nächsten Tag stand bereits um 8.30 Uhr ein sehr informativer Termin im Bundesrat an. Nach einem interessanten Rundgang durchs Gebäude nahm die Klasse im Sitzungssaal Platz. In einem Rollenspiel wurde dann eine Sitzung des Bundesrates „durchgespielt“, wobei die Schülerinnen in die Rolle von Sitzungsleiter und Ländervertreter schlüpften.

Auf dem Weg zu Madame Tussauds, dem Wachsfigurenkabinett, wurden die Griesbacher von einem Fernsehteam überrascht, das Herrn Baumgartner für das ZDF-Fernsehen interviewte. Im Wachsfigurenhaus begegneten die Schüler täuschend echten Stars und Promis, wie z.B. Manuel Neuer, Taylor Swift, Heidi Klum und Justin Bieber. Am Abend teilte sich die Klasse auf: Die eine Hälfte besuchte die „Blue man group“ und die andere ließ sich vom Musical „ Der Glöckner von Notre Dame“ verzaubern.

Am vorletzten Tag stand das „Berlin Dungeon“ auf dem Plan. Schauspieler führten die Klasse auf lustige, amüsante und unterhaltsame Art an verschiedenen Stationen durch die gruselige Geschichte Berlins. Anschließend konnten sich alle im Sea Life Centre den verschiedensten Arten von Fischen und sonstigen Meeresbewohnern widmen. Dann endlich kamen die von vielen ersehnten Stunden zur freien Verfügung, in denen das Taschengeld verprasst werden durfte. In kleine Gruppen aufgeteilt wurden der Potsdamer Platz mit dem größten Shoppingcenter Berlins, der Mall of Berlin, und das KaDeWe, das „Kaufhaus des Westens“, angesteuert.

Am letzten Tag hieß es dann Abschied nehmen von Berlin. Und alle waren einer Meinung: Diese Stadt ist definitiv eine Reise wert!
Die Klassen 10 A und B reisten zusammen mit den Lehrkräften Angela Hennig, Carolin Feuerer und Jörg Berger nach Hamburg. Bereits um 4 Uhr früh startete der Bus an der Schule und erreichte das Ziel am Nachmittag, sodass die Schülerinnen und Schüler nach dem Bezug der Zimmer schon am ersten Tag die nähere Umgebung erkunden konnten.

Am kommenden Morgen ging es gleich morgens mit einer ausführlichen Stadtrundfahrt bzw. –führung los, auch hier waren alle begeistert von der amüsanten Art der Stadtführerin, die Einblicke ins Leben einer Hamburgerin auch jenseits des touristischen Lebens lieferte und mit viel liebevollem Witz Vorzüge des eigenen „Völkchens“ beschrieb, durchaus aber auch Kritik (z.B. Kosten der Elbphilharmonie, Organisation des G20-Gipfels) daran übte. Spontan wurde nach einer ausführlichen Rundfahrt von Außenalster über die Reeperbahn bis kurz vor Blankenese beschlossen, den Bus zu verlassen und zu Fuß den Stadtkern zu erkunden. Die Schülerinnen und Schüler durften den Hamburger Michl erkunden, die Elbphilharmonie ausführlich besichtigen (beeindruckend!) und gemeinsam an die Landungsbrücken marschieren, wo nach einer kurzen Mittagspause schon die Barkasse zur Rundfahrt bereitstand. Ein alter „Seebär“ mit weißem Bart führte die Klassen anschließend in die Geheimnisse des Lebens im Hafen ein, steuerte durch die beeindruckende Speicherstadt, scheute auch nicht davor zurück, die kleinsten Kanäle zu befahren und so nah wie möglich an die größten Schiffe heran zu navigieren und erläuterte nicht nur Hamburgs Hafengeschichte, sondern auch technisches Hintergrundwissen zum Schiffsbau. Da blieb einigen durchaus der Mund offen stehen, angesichts der riesigen Containerschiffe, neben denen die Barkasse winzig erschien. Welche Herausforderungen ein Containerriese beim Auslaufen aus dem Hamburger Hafen bewältigen muss, konnte man mit viel zufälligem Glück abschließend noch erleben, was Schülerinnen und Schüler erneut zum Staunen brachte.
Die Klassen 10 a und b an den Landungsbrücken Die Klassen 10 a und b an den Landungsbrücken
Auch am nächsten Tag drehte sich alles ums Wasser, da ein Ausflug nach Friedrichskoog an die Nordsee geplant war und das Wetter beschlossen hatte, auch von oben Nässe beizusteuern. Nach kurzem Zögern angesichts des unablässigen Regens wurde beschlossen „Los, jetzt zieh `mas durch!“, woraufhin sich fast alle der Schuhe und Strümpfe entledigten und die geplante Wanderung durchs Watt mit Begeisterung und unerschöpflicher Ausdauer dennoch genossen. Was wiederum zeigt, dass mit der nötigen Einstellung trotz einer suboptimalen Ausgangssituation die tollsten Erlebnisse entstehen können! Ein Besuch bei der Seehundstation Friedrichskoog mit Fütterung (der Seehunde, nicht der Schülerinnen und Schüler) rundete den Ausflug an die Nordsee ab.

Am Abend besuchte man das Musical „Aladin“, das im Stage Theater Neue Flora, einem wunderschönen Theater in Hamburg Altona, gezeigt wird. Die Griesbacher hatten sich fast alle in Schale geworfen und genossen den kulturellen Abend nach einem ereignisreichen Tag.

Tags darauf standen das Miniaturwunderland und das „Hamburg Dungeon“ auf dem Programm. Am Vormittag bewunderte man die akribische Detailarbeit, die bei der Konstruktion der Miniaturwelten (Länderszenerien, geschichtliche Darstellungen etc.) benötigt wird, und am Nachmittag durften sich alle im Gruselhaus fürchten und amüsieren, wenn Schauspieler Hamburgs Geschichte auf düstere und morbide Weise erfahrbar machten. Das Gruseln gipfelte im abschließenden „freien Fall“, bei dem man in zwei Reihen zu je zehn Personen auf einer Strecke von sieben Metern im Dunkeln mit einer Maximalgeschwindigkeit von rund 35km/h Richtung Erdboden bewegt und dabei fotografiert wurde, was lustige Fotos ergab, die als Mitbringsel für daheim anschließend erworben wurden. Das gemeinsame Programm des letzten Tages beschloss ein Besuch im „Hard Rock Café“ inklusive Burgermenu, bei dem alle die Erlebnisse noch einmal Revue passieren lassen konnten.

Den übrigen Tag durften die Schülerinnen und Schüler ganz nach Belieben nutzen, Shoppen gehen, durch die Stadt schlendern, Mitbringsel erwerben und an den Landungsbrücken den ausklingenden Tag genießen.

Und auch bei den Klassen 10 A und C hieß es schließlich Abschied nehmen, was vielen nicht ganz leicht fiel, und auch hier stand ein Fazit schnell fest: Hamburg, du bist eine Reise wert!