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Abschlussfeier 2017

Abschlussfeier 2017
von Michael Sester

Für 75 junge Damen und Herren endete gestern die Realschulzeit. Nach einem beeindruckenden ökumenischen Gottesdienst in der Emmauskirche mit den Pfarrern Gunther Drescher und Klaus Stolz konnten die Absolventen des Jahrgangs 2017 im Rahmen einer Feierstunde endlich die ersehnten Abschlusszeugnisse in Empfang nehmen. Zahlreiche Ehrengäste aus Politik, Verwaltung und Wirtschaft, vor allem aber natürlich Eltern, Geschwister und Verwandte gaben den Abschlussschülern die Ehre und begleiteten sie auf diesem viel beschworenen „Schritt ins Leben“. Besondere Würdigung fanden dabei die guten, zum Teil herausragenden Leistungen der Absolventen.

„Jetzt ist Schluss – ein tolles Gefühl“, so begann der stellvertretende Landrat Klaus Jeggle sein Grußwort, in dem er betonte, dass der erfolgreiche Realschulabschluss in jedem einzelnen Fall ein ganz persönlicher Erfolg sei, den sich alle mit viel Fleiß und Engagement erarbeitet hätten. Dabei, so Jeggle, spiele es nur eine untergeordnete Rolle, welche Note vor dem Komma stehe. Wichtig sei vielmehr, dass auf die Momentaufnahme des Realschulabschlusses eine Zeit der Weiterentwicklung folge. Der Landrat hielt auch fest, dass Bildung nicht nur eine „Eintrittskarte in das Berufsleben ist.“ Sie sei auch Voraussetzung für eine aktive Teilnahme am gesellschaftlichen Leben: „Wir brauchen aktive, kreative, neugierige junge Leute, die bereit sind Verantwortung zu übernehmen“.

MdL Walter Taubeneder wies hin auf die vielfältigen Möglichkeiten, die der Realschulabschluss bietet und bezog sich dabei auch auf die hohe Qualität der bayerischen Bildungsabschlüsse. Ein besonderer Dank des Landtagsabgeordneten galt den Eltern, die bereit waren, ihrer Erziehungsverantwortung über viele Jahre hinweg gerecht zu werden und nicht „immer und zu jedem Anlass nach der Hilfe des Staates“ gerufen hätten. Taubeneder nahm die Entlassfeier auch zum Anlass, das Bekenntnis des Freistaats Bayern zur eigenständigen Realschule zu betonen.

Bad Griesbachs Bürgermeister Jürgen Fundke verband seine Gratulation für den erfolgreichen Abschluss mit dem Hinweis, dass mit „diesem Ende ein neuer Anfang, der viele Fragen und Zukunftsentscheidungen mit sich bringt“ verbunden sei. Der Abschluss sei ein solides Fundament, auf das man aufbauen könne und Bildung ein verlässliches Navigationsgerät auf dem Weg durch das Leben. Voraussetzung für eine erfolgreiche Zukunft sei aber auch, immer am Ball zu bleiben und nie mit dem Lernen aufzuhören.

Thomas Huber, Vorsitzender des Elternbeirats, begann mit „Es war einmal...“ seinen kurzen Rückblick auf die vergangenen sechs Jahre der Entlassschülerinnen und –schüler. Auch er wies darauf hin, dass die Schulzeit nun eben Vergangenheit sei und es gelte, die Herausforderungen des Lebens draußen zu meistern.

Luca Ammermüller und Dorian Thrum erinnerten an „viele schöne, erfreuliche, aber auch weniger erfreuliche oder gar traurige Momente“ in ihrer Realschulzeit. Die beiden Schülersprecher sparten auch nicht an Kritik, etwa in Bezug auf einen nach ihrer Meinung „unfairen“ Klassenzimmertausch oder bezüglich einiger nach Schülermeinung ungerechtfertigter Verweise. Insgesamt stellten sie aber ihrer Schule ein gutes Zeugnis aus: „Sie haben es echt gut gemeistert.“

„Wachsen – vom zarten Pflänzchen zum kräftigen, stattlichen Bäumchen“, in diesem anschaulichen Bild bewegte sich Schulleiterin Christine Graf in ihrer Rede an die Absolventinnen und Absolventen. Schule wie auch Elternhaus, so Graf, „haben nach Kräften versucht, euch mit Dünger und Wasser zu versorgen, damit ihr auch lang anhaltende Dürreperioden durchhalten konntet.“ Zwar habe es für den einen oder anderen auch „lange, frostige Winter“ gegeben, doch man sehe nun, dass alle Bäumchen nun Früchte tragen. Augenzwinkernd fügte die Schulleiterin an, dass möglicherweise nicht immer und für jeden Fall „die richtige Menge und Mischung an Spezialdünger“ zur Verfügung gestanden habe. Für die Zukunft der jungen Damen und Herren hielt Graf fest: „Weiterwachsen und anwachsen müsst ihr nun selbst, wir geben unsere Verantwortung als Gärtner nun ab.“ Und sie konkretisierte, weiter zu wachsen bedeute, sich ständig weiterzubilden, nie mit dem Lernen aufzuhören. Für die Zukunft wünschte Graf den Abschlussschülerinnen und Abschlussschülern „einen Platz im Leben mit genug Sonne und Licht, einem guten Boden und ausreichend Platz für die Äste und Wurzeln, damit ihr gut wachsen, euch tief verwurzeln und entwickeln könnt.“

Bei der feierlichen Überreichung der Abschlusszeugnisse durften 16 Schülerinnen und Schüler ein Zeugnis in Empfang nehmen, das im Notenschnitt eine 1 vor dem Komma hat. Herausragend dabei die Leistungen von Julia Eichinger und Amelie Hofer (beide aus der Klasse 10c), denen das seltene Kunststück gelang, die Realschule mit einem Schnitt von 1,0 abzuschließen. Das Besondere an dieser Leistung: Sie setzt eine 1 in allen elf(!) Unterrichtsfächern voraus. In der Rangliste der Schulbesten folgten auf die beiden Spitzenreiterinnen Lisa Kerl (1,17/10b) sowie Katharina Edmeier und Anna-Maria Rieth (beide 1,27/10c). Den 16 „Einserschülern“ wurde auch noch eine ganz besondere Ehre zuteil: Die Bürgermeister ihrer Heimatgemeinden ließen es sich nicht nehmen, zu den hervorragenden Leistungen zu gratulieren.
Sie alle haben eine 1 vor dem Komma. Die erfolgreichsten Absolventinnen und Absolventen mit Schulleiterin Christine Graf (li.) und stellvertretendem Landrat Klaus Jeggle (re.) Sie alle haben eine 1 vor dem Komma. Die erfolgreichsten Absolventinnen und Absolventen mit Schulleiterin Christine Graf (li.) und stellvertretendem Landrat Klaus Jeggle (re.)
Nach dem offiziellen Teil der Zeugnisverleihung, auch heuer wieder von hochwertigen musikalischen Beiträgen umrahmt, folgte der traditionelle Umtrunk in der Aula und im Freien. Für viele Entlassschüler war das wohl die letzte Gelegenheit, der Schulzeit womöglich eine kleine Träne nachzuweinen.